Ein unabhängiges Magazin über Filmkultur für den kleinen Bildschirm. Es zeigt und verbreitet keine Filme und steht in keiner Verbindung zu Plattformen, Festivals oder der früheren Website unter dieser Domain.

Geschichte

Geschichte des Themas

Der Weg vom Telefon zum Telefonieren bis zum Taschenkino und zur Drehkamera dauerte etwa zwei Jahrzehnte. Genaue Daten und große „Erstmals“-Meldungen nennen wir in dieser Geschichte nicht: Die Veränderungen kamen schrittweise, in vielen Ländern gleichzeitig und ohne einen einzelnen Urheber. Deshalb folgen unten nur einige Meilensteine, die sich nach Jahrzehnten beschreiben lassen; alles Übrige erzählen wir in allgemeinen Worten.

Erst lernte das Telefon aufzunehmen, dann wiederzugeben – und erst danach begriff man, dass es dasselbe Gerät fürs Kino ist.

— Aus der Redaktion

Zeitleiste

  1. Anfang der 2000er

    Die ersten Mobiltelefone aus Serienproduktion mit eingebauter Kamera kommen auf. Fotos und kurze Videos sind von bescheidener Qualität, doch genau damals entsteht die Gewohnheit, ein Objektiv in der Tasche zu tragen.

  2. Zweite Hälfte der 2000er

    Smartphones mit großem Touchscreen verbreiten sich. Videos lassen sich darauf bequem ansehen, und das Telefon wird zum ersten Mal ernsthaft zum persönlichen Bildschirm für Filme.

  3. 2010er Jahre

    Es erscheinen Spielfilme in voller Länge, die mit dem Smartphone gedreht wurden, außerdem entstehen Festivals und Wettbewerbe für mit dem Handy gedrehte Filme. Die mobile Kamera wird als Werkzeug von Filmemachern anerkannt.

  4. 2010er–2020er Jahre

    Das Hochformat wird zum üblichen Format für kurze Clips, und später entstehen auf dieser Grundlage Mini-Serien im Hochformat mit eigener Dramaturgie und eigenem Rhythmus.

Wie der Bildschirm schrumpfte und das Kino Kino blieb

Lange Zeit verband man Filme mit einem dunklen Saal und einer großen Leinwand. Dann wanderten sie auf den Fernseher zu Hause, und schon damals klagten viele, dass das Bild an Größe verliere. Der Wechsel aufs Telefon wirkte noch radikaler: Das Bild schrumpfte auf Postkartengröße und lag dem Publikum direkt in der Hand.

Doch die Grundlagen der Filmsprache haben auch diese Verdichtung überstanden. Großaufnahme, Wechsel der Einstellungsgrößen, Schnitt, die Arbeit mit Ton und Pause erzählen nach wie vor die Geschichte. Verschoben haben sich die Akzente: Gesicht und Geste sind auffälliger geworden, weite Landschaften und aufwendige Massenszenen dagegen schwerer zu erfassen.

Zugleich hat sich auch die Seite der Filmemacher verändert. Eine Kamera, die man immer dabeihat, ermöglichte es, dort zu drehen, wo ein großes Team nicht hingekommen wäre, und das schnell. Für viele angehende Regisseurinnen und Regisseure wurde das Telefon zum ersten Werkzeug, mit dem sie lernten, in Bildern zu denken.

Heute ist der kleine Bildschirm kein Ersatz für den Kinosaal, sondern eine weitere Umgebung mit eigenen Grenzen und eigenen Möglichkeiten. Uns interessiert, wie Filmemacher und Publikum lernen, in dieser Umgebung zu leben, ohne das Wichtigste zu verlieren – die Aufmerksamkeit für die Geschichte.

  • Analysen

    Wie die ersten Sekunden eines Kurzfilms aufgebaut sind und worin sich das Hochformat vom Querformat unterscheidet.

  • Menschen

    Regie, Kamera, Ton, Schnitt, Hochformat-Serien und Festivalauswahl – die Rollen im mobilen Kino.

  • Veranstaltungen

    Kurzfilmfestivals, Wettbewerbe, Filmvorträge und Workshops zum mobilen Drehen – und wie Sie eine Ankündigung prüfen.

  • Beiträge

    Sechs Themen des Magazins – vom Bildschirm in der Hand bis zu den Sehgewohnheiten – und der Beitragskatalog der deutschen Ausgabe.

  • Archiv

    Das Inhaltsverzeichnis des Magazins und die Erklärung, warum die Seiten der früheren Website unter dieser Domain gelöscht sind.

Quellen

  • Nachschlagematerial zur Geschichte des Mobilfunks und des Videos (allgemeine Grundlagen)
  • Redaktionelle Materialien des Magazins Pqfilm

Zur Geschichte der mobilen Aufnahme und des Videos nennen wir nur Jahrzehnte und allgemeine Angaben, ohne genaue Daten und Zahlen. Die Bedingungen von Festivals, Wettbewerben, Vorträgen und Workshops erfragen Sie bitte immer bei den Veranstaltern.